Anja Lenze

Ich liebe es, gemeinsam mit Menschen Denk- und Erfahrungsräume zu öffnen, in denen plötzlich etwas sichtbar wird, das vorher zwar da war – aber noch keinen Namen hatte.


Anja Lenze

Besonders berühren mich die Sternschnuppenmomente, in denen Menschen plötzlich etwas erkennen. Diese gemeinsamen Erkenntnismomente, in denen sich die Energie im Raum spürbar verändert, gehören für mich zu den schönsten Seiten meiner Arbeit. Genau in diesen Momenten beginnt für mich Veränderung.


Was mich ausmacht

Ich verbinde:

  • strategisches und organisationales Denken
  • Streben nach Klarheit und Orientierung
  • systemische Wahrnehmung von Mustern und Verbindungen
  • methodische Vielfalt
  • psychologisches Verständnis von menschlichen Dynamiken
  • die Fähigkeit, Komplexität erfahrbar zu machen
  • Mut, auch unbequeme Themen sichtbar zu machen
  • mit einem zutiefst wertschätzenden Menschenbild

Mein Menschenbild

Ich gehe davon aus, dass jedes Verhalten im System zunächst einen guten Grund hat und dass hinter Verhalten, das zunächst problematisch erscheint, oft wichtige Hinweise für das System und die gewünschte Veränderung stecken. Ich forsche sensibel nach diesen oft unbewussten Motiven, unter denen Menschen in Gruppen und Organisationen handeln.

Systeme, die mich und meine Arbeit geprägt haben

Ausgebildet zur Diplom-Ingenieurin Energietechnik liegen meine fachlichen Wurzeln in der Energiewirtschaft. Dort habe ich viele Jahre in leitenden kommerziellen und strategischen Funktionen gearbeitet. Dazu gehörten unter anderem:

  • Origination und Entwicklung neuer Geschäftsfelder
  • Aufbau neuer Strukturen und Geschäftseinheiten in Organisationen
  • Vertragsverhandlungen und strategische Bezugsentscheidungen
  • Energiewirtschaftliche und organisationale Beratung von Unternehmen
  • Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien und Umsetzungs-Roadmaps

habe sowohl in nationalen als auch internationalen Kontexten gearbeitet – in privatwirtschaftlichen und kommunalen Strukturen.


Führung und Organisationspraxis

Da ich viele Jahre Führungskraft war – sowohl in der Energiewirtschaft als auch in einem energiewirtschaftlichen Beratungsunternehmen - kenne ich Organisationen nicht nur aus der Außenperspektive, sondern aus eigener Verantwortung in der Organisation:

  • Entscheidungen unter Unsicherheit
  • Verantwortung für Teams und Ergebnisse
  • Spannungsfelder zwischen Strategie, Umsetzung und Realität

Diese Erfahrung prägt bis heute meine Arbeit.

Übergang in die systemische Arbeit der Prozessbegleitung

Mehr als fachliche und energiewirtschaftliche Fragestellungen hat mich zunehmend interessiert, wie Organisationen zu Orten werden können, an denen Menschen mit Freude, Verantwortung und Wirksamkeit zusammenarbeiten. Wo Menschen Herausforderungen mit Neugierde und Gestaltungswillen annehmen können und wollen. Die von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägt sind.
Aus dieser Frage heraus ist bei mir über viele Jahre eine Suche entstanden – nach Formen der Zusammenarbeit, die stimmiger, lebendiger und wirksamer sind als das, was ich in klassischen Organisationskontexten erlebt habe.
Viele Antworten auf meine Fragen fand ich in zahlreichen Aus- und Weiterbildungen, die meinen Blick bis heute prägen – unter anderem in:

  • systemischer Organisationsberatung & systemischem Change Management (WiBK)
  • Gestalten von Zukunftsprozessen (u.A. Theory U, 3 Horizons, Zukunftswerkstatt)
  • werteorientierter Kulturentwicklung (Barrett)
  • Visualisierung und Bildsprache, Virtual Storytelling, Graphic Recording (Bikablo)
  • Dynamic Facilitation, Thinking Circle (zur Bonsen/Herzog)
  • Arbeit mit Gefühlskräften und Emotionen sowie dem inneren Kompass (Dittmar)
  • systemischem Coaching (WiBK)

Mein methodischer Werkzeugkoffer für diese Arbeit hat sich über viele Jahre aufgebaut und erweitert sich bis heute kontinuierlich. Ich begreife das menschliche Wesen (mich eingeschlossen) als fortwährend lernend - sowohl mit Bezug auf sich selbst als auch die Welt, die uns umgibt.

Meine Rolle im Veränderungsprozess

Ich nehme Organisationen nicht nur über ihre Strukturen wahr, sondern über ihre Dynamik. Mich interessiert, wo Energie gebunden wird, welche Muster sich immer wieder zeigen und was zwischen den Zeilen wirkt.
Manchmal zeigt sich das in einem einzigen Satz. Manchmal in einer langen Stille. Und manchmal in dem einen Thema, um das alle seit einer Stunde herumreden. Diese Wahrnehmung bildet häufig den Ausgangspunkt für die gemeinsame Arbeit. Meine Wirksamkeit liegt nicht in der fachlichen Expertise, sondern in der Gestaltung und dem Halten des Prozessraumes – mit der Fähigkeit, Systeme in ihrer Struktur, Dynamik und Entwicklung zu lesen, zu halten und zu bewegen.
Ich verstehe meine Rolle als systemische Prozessbegleitung nicht als Steuerung von außen, sondern lege meinen Fokus in die gezielte Unterstützung eines Systems in seiner eigenen Entwicklungsfähigkeit. So arbeite ich mit einer klaren Wahrnehmung für das, was im System wirkt – auch dann, wenn es nicht sofort angenehm oder eindeutig ist.
Das bedeutet:

  • Klarheit herstellen, ohne zu vereinfachen
  • Spannungen sichtbar machen, ohne sie zu übergehen
  • Räume öffnen, ohne sie vorzugeben
  • Ausrichtung ermöglichen, ohne vorgefertigte Lösungen zu verwenden
  • und Entwicklung einladen, ohne sie zu erzwingen